Einführungskurse für Informatiker-Lehrlinge
Seit August 1998 werden uns die Einführungskurse für Informatikerlehrlinge vom Lehrmeisterverband für Informatiker für den Kanton Thurgau übertragen. Untenstehend können Sie lesen, was die Lehrlinge des 3. Lehrjahres während des dreiwöchigen Kurses gelernt haben: (Die Berichte wurden von Georg, Marc, Manuel und Thomas verfasst).
Zusammenfassung der 1. Woche (9. - 11.11.1998)
Montag: Nach einer kurzen Kurs-Information begannen wir mit der Theorie zu NT-Server. (NTFS, FAT, Kernel, Verkabelung, Kabeltypen, Domänen und verschiedene Protokolle). Am Nachmittag wandten wir die neuen Erkenntnisse praktisch an. Das heisst jeder von uns bekam einen Computer auf dem NT-Server installierten werden musste. Probleme mit dem Befehl Lock c:, verzögerte die Installation des NT-Servers.
Dienstag: Theorie über Benutzer und Gruppen Verwaltung, Freigaben, Netzwerkdrucker, Rechte von Dateien und Verzeichnissen und Netzwerkkomponenten (Switch, Bridge, Router und Hub). Kurz vor Mittag schauten wir noch kurz Kommunikationsübertragungen an. Am Nachmittag eröffnete jeder auf seinem Computer verschieden Gruppen und Benutzer, denen Rechte auf diversen Verzeichnissen und Dateien gegeben wurden.
Mittwoch: Theorie über Raid, Modem (Hayes Befehlssatz, ISDN und Analogsysteme), RS232. Nachmittags durften wir weiter an unseren Systemen arbeiten. Unter anderem erstellten wir NT-Bootdisketten und hörten von Manuel noch etwas zum Thema Backup- Domain Controller.

Zusammenfassung der 2. Woche (16. - 18.11.1998)
Montag: Wir hatten zwei verschiedene Druckerserver zur Verfügung die wir konfigurieren sollten. Auf beide wurde über ein Telnet Programm darauf zugegriffen. Die Axis Box konnte man sogar nach der Vergabe der IP Adresse mit einem Webbrowser konfigurieren. Wir repetierten auch nochmals die Eigenschaften verschiedener Kabel (Netzwerk und ISDN). Auch verschiedene Netzwerkkomponenten wie Router und Switch wurden nochmals betrachtet. Danach mussten wir Fragen wie: Aufgaben zur Ereignisanzeige, Performance Monitor und zum AT Konsolen Befehl beantworten.
Dienstag: Netware von Novell war das Hauptthema dieses Tages. Zuerst wurde eine minimale Installation vorgenommen und später von einem Server die restlichen Dateien kopiert (damit es etwas schneller ging). Dann ging es zur Konfiguration des Servers und der User bzw. Gruppenrechte.

Des weiteren schauten wir uns die Idee und Struktur von Novell NDS an und was es mit den verschiedenen Frame Typen bei Datenpaketen auf sich hat. Wir hatten den ganzen Nachmittag Zeit uns mit den Anmeldeskriptverfahren von Novell und Windows NT zu beschäftigen.
Mittwoch: An diesem Morgen erfuhren wir einiges über DHCP, seine Möglichkeiten und (was sehr interessant war) wie man ein DHCP durch einen Router durchschleust. Nachher war der DNS Dienst an der Reihe. Wir lernten, wie man die Dienste des Microsoft Internet Information Server konfiguriert. Vom HTTP bis zum FTP Server. Auch der Konsole FTP Client wurde behandelt, damit man auch sehen konnte was hinter den Kulissen (nicht nur Klicken) abläuft. Am Nachmittag bekamen wir Zeit um den Server zu dokumentieren, also seine Konfiguration so aufzuschreiben, dass jemand anders der am Server etwas ändern muss nachsehen kann wie er konfiguriert sein sollte.
Zusammenfassung der 3. Woche (23. - 25.11.1998)
Montag: Wir haben uns die verschiedenen Schnittstellen angeschaut, über welche ein Terminal auf einen Host zugreifen kann. Dazu kamen die verschiedenen Emulatoren die zur Darstellung des Eingabeformulars dienen. Anschliessend haben wir die Eigenschaften der Netzstandards (LAN, WAN, MAN, GAN) besprochen und die verschiedenen Einsatzgebiete angeschaut. Zudem wurde die Konfiguration eines ZyXEL-Routers besprochen. Über die Emulations-Software Telnet gingen wir alle Menüs und deren unterschiedlichen Einstellungsmöglichkeiten durch. Bei den verschiedenen Möglichkeiten eines Routers haben wir uns vor allem auf die Internetanbindung konzentriert. Am Nachmittag hatten wir Zeit um selbst ein Anmeldeskript zu erstellen. Wir erarbeiteten die verschiedenen Befehle und Startmöglichkeiten mit den Hilfedateien und einem vorgegebenen Loginskript. Weiter lernten wir, wie man im NT-Server Profile abspeichern kann, damit ein Benutzer keinen Schaden mehr anrichten kann. Danach lernten wir den Unterschied zwischen einer Online- und Offline-USV kennen. Zudem sahen wir wie eine USV im "primitiven" Stil aufgebaut ist. Anschliessend konnten wir eine USV in Gruppen austesten.
Dienstag: Auf Wunsch der Kursteilnehmer erklärte der Kursleiter die grundlegende Theorie eines Prozessors. Dies beinhaltete zum Beispiel die verschiedenen Register mit ihrer Grösse sowie wichtige Begriffe etc. Danach erhielten wir eine sehr interessante Einführung in die Welt des Assemblers und des Debug. Wir besprachen zusammen mit dem Kursleiter ein kleines Programm Schritt für Schritt, welches über die serielle Schnittstelle ein LED blinken liess. Am Nachmittag mussten wir einen Test über den bisherigen Kursinhalt ablegen.
Mittwoch: Wir verglichen die meist gebrauchten Befehle von Linux mit denen von MS-Dos. Wir lernten den Umgang mit den verschiedenen Prozessen, wie man Sie beendet, sowie die wichtigsten Begriffe die Linux einem als Zusatz zu Prozessen gibt. Zum Abschluss wurde uns X-Window demonstriert.