Top-Down Bottom-Up (für Projekte)

In allen Bereichen des Lebens werden diese Sichtweisen verwendet - in verwandten Worten wie: Anfang, Ende, Kopf, Fuss, auf, ab, über, unter, hoch, tief.

Top-down Modell: Entwurf einer Methodologie und Terminologie zur abstrakten Beschreibung, aus der Sicht der Finalität (Ende/Ziel).
Bottom-up Modell: Strukturierung des vorhandenen und gesichteten Materials in Form von Empfehlungen und Regeln zu einer möglichst vollständigen Auseinandersetzung mit seiner Problematik.
Demonstrator: Ein im Projekt entwickelter Weg oder Ablauf, zur Demonstration der Gültigkeit der erarbeiteten Konzepte und Empfehlungen.

Die ersten zwei Punkte sind die Art und Weise des Vorgehens und der dritte Punkt ist das Vorführen des Projektes (des gewählten Modelles).

Aus den zwei Punkten ergeben sich grundsätzlich 3 mögliche sinnvolle Zusammenstellungen: Top-down, Bottom-up oder beide zusammen. Manchmal ist nur einer der Wege möglich, dann ist die Auswahl einfach. Wenn beide Verfahren anwendbar sind, so kann man sich für eine beliebige oder für beide entscheiden. Der Vorteil wenn man sich für beide entscheidet liegt darin, dass man sich womöglich in der Mitte findet. Oder, dass man zwei verschiedene Lösungen erhält und sich für die bessere entscheiden kann. Es können aber auch Fehler erkannt werden, wenn die Lösungen identisch sein müssen, so kann man davon ausgehen, dass bei einem der Wege ein Fehler unterlaufen ist. Zum Schluss sei noch vermerkt, dass eventuell beide Methoden zusammen aus zeitlichen- oder finanziellen Gründen nicht möglich sind.

Ein Beispiel: Top-down: Eine unbekannte Schrift Hieroglyphen (codiertes)
Bottom-up: Archäologie (Auf der Suche, Ziel unbekannt)
beides: Mathematischer Beweis (Urform und Ziel bekannt)

Ein weiterer grosser Vorteil dieser Methoden liegt darin, wenn ein plausibler Weg vorliegt, kann eine Gegenprüfung von der entgegenliegenden Seite unternommen werden. Z.B. wenn eine mathematische Rechnung vorliegt, ist die Chance gross, nochmals den selben Überlegungsfehler zu machen. Von der anderen Seite aus gesehen, wird meist eine andere Überlegung, ein anderer Gesichtspunkt notwendig.

Daraus folgt, dass man sich immer alles von verschiedenen Seiten (Standpunkten) anschauen sollte, um sich ein unvoreingenommenes Bild zu machen.

 

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